Ich dokumentiere meine Arbeit und meine Gedanken zu den Büchern und Geschichten sehr akribisch, vor allem natürlich für meine Leser, aber nicht zuletzt auch für mich selbst. Vielleicht ist es genau das, was ich als Literaturwissenschaftler allzusehr vermißte, wenn sich die Germanisten aufgrund mangelnder Stellungnahmen der Schöpfer der Werke allerlei haarsträubendes Zeug aus den Fingerspitzen saugten oder eine “Autorenintention” schlechtweg leugnen, um dekonstruierend nur noch Buchstabensalat zu sehen. Tatsächlich, ich habe in der Tat eine Intention, und vielleicht beuge ich hier der postmortalen Vergewaltigung vor, denn die einzigen, die interpretierend ihren Reim drauf machen dürfen, analysierend oder nicht, sind meine Leser.
Sie können auch direkt in die Schreibwerkstatt schauen, wo ich dokumentiere und berichte, während die Geschichten entstehen, und auf diese Weise beim Entstehungsprozess mit dabei sein: Zum Autorengefasel gehen!
Norman Liebold bei der Niederschrift von "Versichert".
|